Fasten mal anders: Konsum (Woche 4)

Diese Woche geht es darum das eigenen Konsumverhalten zu hinterfragen und wie zufrieden Konsum überhaupt macht.

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Letzten November hat die Weltbevölkerung die 8 Milliarden-Marke geknackt. Die planetaren Ressourcen sind endlich. Wie kann der Lebensbedarf für alle Menschen gleichermaßen gedeckt werden? In der vierten Woche geht es um die Konsumfrage, eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und nachhaltigen Konsum für sich zu entdecken.

Laut Statistischem Bundesamt lagen 1950 die Ausgaben für Nahrungs- und Genussmittel bei ungefähr 50% vom Haushaltseinkommen – heute sind es nur noch knapp 14%. Die folgende Grafik die prozentuale Aufteilung des Haushaltseinkommens. Ein Drittel fällt auf Wohnen, ein knappes Drittel zusammengerechnet für Ernährung und Verkehr zusammengerechnet und die letzten 38% fallen auf die restlichen Konsumgüter.

Für die Erzeugung und den Betrieb dieser Produkte, die uns umgeben, benötigen wir Unmengen an Rohstoffen.

Brauche ich das wirklich?

Die Fastenzeit soll eine Zeit der Bewusstseinsschaffung sein, somit beginnen Sie doch einfach mal damit sich vor der Anschaffung eines Produktes mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Wenn ja, gibt es eine Alternative zum Neukauf? Finden Sie das Produkt über ein Gebrauchtwarenportal, eine Tauschbörse, Flohmarkt oder in der Zu-Verschenken-Rubrik?

Tipp: Schauen Sie doch mal auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebs Rastatt in den Tausch- und Verschenkmarkt unter www.verschenken.nachhaltig-landkreis-rastatt.de rein.

Hat mich das wirklich glücklich gemacht?

Halten Sie kurz inne und überlegen für Sie sich welche Dinge, die Sie im letzten Jahr unternommen oder gekauft haben, wirklich glücklich oder zufrieden gemacht haben – über den Moment des Kaufs hinaus.

Gebrauchtes weitergeben

Gut erhaltende Kleidungsstücke, Bücher, Fahrräder, Sport- oder technische Geräte, die man selbst nicht mehr benötigt, können ebenfalls angeboten werden. Jemand anderes und die Umwelt können sich darüber freuen. Denn für denjenigen, der es bekommt, muss kein neues Produkt CO2– und ressourcenintensiv erzeugt werden.

Repair-Cafés

Kennen Sie die Repair-Cafés im Landkreis? Es gibt sogar vier Stück: Rastatt, Gaggenau, Baden-Baden und Bühl. Ehrenamtliche Bastler versuchen sich gerne daran kleine Gebrauchtgegenstände zu reparieren. Es kostet Sie lediglich die Ersatzteile. Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist kostenlos.

Nächste Woche gibt es Tipps für Einsparpotenziale im Haushalt. Seien Sie gespannt.

Bildquelle: energepic via pexels.com