Fasten mal anders: Mobilität (Woche 3)

In dieser Woche soll es um das Hinterfragen des eigenen Mobilitätsmusters gehen. Dabei soll Autofahren nicht verurteilt werden. Hinterfragen Sie gerne, ob die benötigte Strecke nicht durch ein anderes Verkehrsmittel ersetzt werden kann.

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In der dritten Woche geht es um unsere Mobilität. Unser Mobilitätsverhalten ist routiniert und läuft nach gewohnten Mustern ab. Es soll hier aber nicht darum gehen, Autofahren zu verurteilen, sondern auf die bewusste Wahl verschiedener Verkehrsmittel zu lenken. Multimodale Mobilität lautet hierfür der Fachbegriff und bedeutet, dass mehrere Verkehrsmittel für verschiedene Wege genutzt werden.

Gehen statt fahren

Innerorts oder in der Stadt kann zu Fuß zu gehen effektiver sein. Hierbei ergibt sich das höchste Emissionseinsparpotenzial und die leichte körperliche Betätigung ist zudem gut für unsere Gesundheit. Jeder gelaufene Kilometer spart neben Partikelemissionen und Stickstoffoxiden auch 147 g CO2 im Vergleich zu dem Auto.

Tipp: Probieren Sie es doch gleich diesen Sonntag beim Brötchenholen aus. 

Öfter auf’s Rad schwingen

Mit dem Fahrrad einmal die Woche zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeitaktivitäten fahren? Kleiner Aufwand mit positiven Effekten für Klima und Gesundheit – selbst mit dem E-Bike. Mit ungefähr 3,4g CO2 pro Kilometer auf dem E-Bike liegt die Einsparung bei 97% im Vergleich zum PKW. Wird der Akku mit Solarstrom geladen, so sinkt der Faktor auf 0,3 bis 0,5 g CO2 pro gefahrenem Kilometer.     

ÖPNV benutzen

Sofern sie regulär fahren – verursachen Bus und Bahn weniger Treibhausgasemissionen als das Auto. Im Landkreis Rastatt sind die ersten Elektrobusse bereits im Einsatz, die mit Ökostrom geladen werden. Vielleicht sind Sie bereits mit einem gefahren. Mit S-Bahn oder Bus können Sie bis zu 70% CO2-Emissionen einsparen. Und Sie können dabei noch dösen, lesen oder Ihren Tag vorbereiten.

Tipp: Wägen Sie ab, ob Sie für den nächsten Stadtbummel die Bahn statt dem Auto nehmen können. Das spart zusätzlich den Stress nach der Parkplatzsuche.

Sparsames Autofahren

Mit einer sparsamen Fahrweise und einem gut gewarteten Auto lässt sich Sprit sparen. Überprüfen Sie stets den optimalen Reifendruck und lassen Sie den Motor regelmäßig warten. Ebenso spielen vorrausschauendes Fahren und niedertourige Fahrweise eine Rolle für’s Spritsparen. Fahrgemeinschaften haben ebenfalls einen positiven Effekt auf Umwelt und Geldbeutel. 

Tipp: Kennen Sie schon die Carsharing Angebote in den RegioENERGIE Kommunen? Schauen Sie gerne unter www.deer-mobility.de/standorte/ oder www.karlsruhe.stadtmobil.de/privatkunden/stationen/ vorbei.

Elterntaxi vermeiden

Dass Elterntaxis mittlerweile zu einem Problem vor Schulen geworden sind, dürfte niemandem entgangen sein. Viele Kommunen haben dafür sogenannte Elternhaltestellen eingerichtet. Von dort aus können die Kinder den restlichen Weg zur Schule sicher laufen.

Tipp: Gerade mit jüngeren Kindern kann der Schulweg vorab zusammen abgelaufen werden. Lauf- oder Radfahrgemeinschaften können für mehr Sicherheit sorgen und das Miteinander stärken. 

Unter 1000 mach ich’s nicht

Die schlechteste Klimabilanz erzeugt das Flugzeug mit 271 g CO2 pro Kilometer Inlandsflug.Unter 1000 mach ich’s nicht“ ist eine Initiative zum Verzicht auf Flüge unter 1.000km.

Versuchen Sie nach Möglichkeit das Auto einfach mal stehen zu lassen. Vielleicht finden Sie ja Gefallen an alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten. Oder Sie sammeln gute Vorschläge, wie man das Angebot vor Ort verbessern könnte. Kommende Woche wird das Konsumverhalten auf den Prüfstand gestellt.

Bildquelle: Kehn Hermano via pexels.com