Fortschreibung Klimaschutzkonzept & neue Themenfelder
Seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Kommunen im interkommunalen Klimaschutznetzwerk RegioENERGIE gemeinsam daran, Klimaschutz vor Ort voranzubringen. Im vergangenen Jahr konnte das Netzwerk sein zehnjähriges Bestehen feiern. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte angestoßen, Maßnahmen umgesetzt und Erfahrungen gesammelt. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen für kommunalen Klimaschutz deutlich verändert.
Das Jubiläum war daher nicht nur Anlass für einen Rückblick, sondern auch für einen Blick nach vorn. Mit einer Fortschreibung des gemeinsamen Klimaschutzkonzepts stellt sich RegioENERGIE für die kommenden Jahre strategisch neu auf.
Zehn Jahre Klimaschutz zeigen Wirkung
Die Evaluation der bisherigen Klimaschutzarbeit zeigt eine positive Bilanz: Im Vergleich der Jahre 2013 und 2023 konnte der Gesamtenergieverbrauch im Netzwerk-Durchschnitt um rund 15 Prozent, die Treibhausgasemissionen sogar um rund 23 Prozent reduziert werden. Mehr als die Hälfte der im bisherigen Klimaschutzkonzept festgelegten Maßnahmen wurde bereits umgesetzt.
Gleichzeitig haben sich einige Rahmenbedingungen verändert. Manche Maßnahmen liegen nicht im Zuständigkeitsbereich der Kommunen, andere entsprechen aufgrund technischer, rechtlicher oder politischer Entwicklungen nicht mehr dem aktuellen Stand.
Die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes ist deshalb mehr als eine Aktualisierung der Maßnahmenliste. Im Mittelpunkt steht die Frage, wo Kommunen tatsächlich Einfluss nehmen und mit ihren begrenzten Ressourcen die größte Wirkung erzielen können.
Klimaschutz soll bleiben – mit klarer Priorität
Auch künftig setzt RegioENERGIE auf konkrete Maßnahmen mit hoher klimapolitischer Wirkung. Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit bleiben dabei wichtige Bestandteile. Denn erfolgreiche Klimaschutzarbeit besteht nicht allein aus technischen oder investiven Maßnahmen. Beratungskampagnen für Bürgerinnen und Bürger sollen deshalb weiterhin Teil der gemeinsamen Arbeit sein.
Die neue strategische Ausrichtung soll helfen, den Fokus auf das Wesentliche zu setzen, Aktivitäten besser abzustimmen und die interkommunale Zusammenarbeit gezielt weiterzuentwickeln.
Klimaanpassung und Digitalisierung als neue Schwerpunkte
Neben dem Klimaschutz rückt die Anpassung an die Folgen des Klimawandels stärker in den Mittelpunkt. Hitze, Trockenheit und Starkregen stellen Kommunen bereits heute vor neue Herausforderungen. Deshalb wird die Klimawandelanpassung künftig fest in die Arbeit von RegioENERGIE integriert. Der Gesellschaftsvertrag wurde entsprechend erweitert.
Auch die Digitalisierung gewinnt an Bedeutung. Digitale Lösungen können Verwaltungsprozesse vereinfachen, die Zusammenarbeit verbessern und neue Möglichkeiten für eine moderne kommunale Infrastruktur schaffen. Auch hier soll die interkommunale Plattform genutzt werden, um Wissen, Erfahrungen und gute Lösungen miteinander zu teilen.
Die Geschäftsführung wird künftig den Bereich Digitalisierung betreuen. Frau Ganzhorn bleibt weiterhin hauptverantwortlich für Klimaschutz und Klimawandelanpassung.
Kontinuität mit Weiterentwicklung – die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen zehn Jahre bildet die Grundlage für die gemeinsame Zukunft.