Energetische Sanierung der Grundschule Kuppenheim-Oberndorf mit klimaneutraler Wärme- und Stromversorgung

Nach knapp 2 Jahren Bauzeit wurde die Oberndorfer Grundschule auf besten energetischen Stand gebracht. Für die regenerative Stromversorgung sorgt eine 82,6 kWp PV-Anlage, die sich über die Dächer der Turnhalle und der Schule erstreckt. Das Herzstück der regenerativen Wärmeversorgung ist die Sole-/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden. Insgesamt wurden neun Erdsonden 130m tief in die Erde eingebracht.

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Nach gut 2-jähriger Bauzeit ist die Grundschule Oberndorf zu einem Vorzeige-Objekt geworden. Das Gebäude wurde komplett bis auf den Rohbau entkernt und anschließend erneuert. Hier bleiben keine Wünsche offen. Neben den vier Klassenzimmern mit Akustikdecke und neuster Einrichtung, gibt es auch zwei zusätzliche Räume für die Schulbetreuung und einen Sanitätsraum.

Die Gebäudehülle wurde komplett neu mit einem Wärmedämmverbund-System eingepackt, die Kellerdecke gedämmt und erhielt neue dreifach-verglaste Fenster und Türen. An der Nordseite der Turnhalle musste das Gebäude von innen gedämmt werden, weil sich dort Fledermausquartiere befinden, die nun in der Fassade integriert wurden.

Wer sich genau umschaut, dem fällt auf, dass keinerlei Heizkörper in den Räumen zu finden sind, denn die Schule wird über eine Fußbodenheizung und die Turnhalle über eine Deckenheizung beheizt.  sowie die Kellerdecke gedämmt. In jedem Klassenzimmer befindet sich eine eigene Lüftungsanlage, die Sporthalle und deren Nebenräume werden zentral belüftet.
Für die regenerative Stromversorgung sorgt eine 82,6 kWp PV-Anlage, die sich über die Dächer der Turnhalle und der Schule erstreckt.

Das Herzstück der regenerativen Wärmeversorgung ist die Sole-/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden. Insgesamt wurden neun Erdsonden 130m tief in die Erde eingebracht. Man spricht hier von oberflächennaher Geothermie. Die Temperatur am Ende der Sonden ist Sommer wie Winter konstant bei rund 13-15°C, was die Wärmepumpe besonders effizient macht.

Warum funktioniert die Wärmepumpe mit den niedrigen Temperaturen trotzdem?

Die Wärmepumpenkreislauf enthält ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (meist Ethylenglykol oder Propylenglykol), das als Sole bezeichnet wird. Diese Sole wird in die Erde transportiert und nimmt die Erdwärme von 13-15°C auf. Die Sole wird zur Wärmepumpe weiter transportiert, worin sich ein Kältemittel befindet. Dieses Kältemittel hat einen niedrigen Siedepunkt – sprich die 13-15°C der Sole reichen aus, um dieses zum Verdampfen zu bringen. Ein Kompressor verdichtet diesen Dampf – wodurch die Temperatur des Kältemittelgases ansteigt. Diese Wärme aus dem Kältemittelgas wird nun über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser übertragen, das anschießend in der Schule durch die Fußbodenheizung fließt.  Dadurch, dass die Wärme aus Kältemittel auf das Heizwasser übergeben wurde, kühlt das Kältemittel wieder ab und verflüssigt sich. Der Kreislauf beginnt von vorne.  

Mit diesem Stand der Technik gilt die neu sanierte Grundschule mit Turnhalle bilanziell als autarker und klimaneutraler Gebäudekomplex. Am kommenden Samstag, den 27.06.26 von 11-13 Uhr findet die feierliche Übergabe mit anschließender Besichtigung statt. Interessierte sind herzlich eingeladen sich das gelungene Sanierungsobjekt selbst anzuschauen.