Fasten mal anders: Bildschirmzeit und digitale Medien (Woche 6)

Fast geschafft! Die Fastenzeit neigt sich dem Ende zu. Diese Woche geht es um die tägliche Bildschirmzeit.

Beitrag teilen

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche via Smartphone, Smart-TV, Tablet & Co. ist eine faszinierende und vielschichtige Welt. Obgleich sie aber „nur“ virtuell existiert, ist ihr Einfluss auf das Klima und die Umwelt real.

Nicht nur die Nutzung der digitalen Medien auf elektrischen Endgeräten verbraucht Strom. Rechenzentren verbrauchen die meiste Energie für das Internet, denn die Server verwalten Daten von E-Mails, Websites, Cloud-Angebote, Streaming und mehr. Damit diese nicht überhitzen, müssen sie gekühlt werden. Hinzu kommt noch der Stromverbrauch des Netzwerks, also die Technik zwischen Rechenzentrum und Internetanschluss.  

Laut Google benötigt eine Suchanfrage 0,3 Wattstunden. Wenn Sie also 20 Suchanfragen stellen, dann verbrauchen Sie so viel Strom wie eine 6W-LED Glühbirne in einer Stunde.

Stream-Fasten

Netflix, Youtube, Spotify, usw. sind in der Unterhaltung nicht mehr wegzudenken. Wussten Sie, dass 30 Minuten Video-Stream so viel CO2 wie eine 6 km lange Autofahrt verursacht? Grundsätzlich gilt, je höher die zu verarbeitenden Datenmengen, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Die Fastenzeit ist also ein guter Anlass um sich bewusst zu werden, wie viel Zeit Sie beim Streamen aufwenden.

Tipp: Um den Stromverbrauch bei der Nutzung zu reduzieren, können Sie die Auflösung reduzieren, Auto-Play deaktivieren und mobile Endgeräte zum Streaming benutzen. Diese verbrauchen weniger Energie als das Fernsehgerät.

Postfach aufräumen und Newsletter abbestellen

Weltweit werden schätzungsweise täglich um die 300 Milliarden E-Mails verschickt. Je nach Länge und Größe der Anhänge variiert der CO2-Ausstoß von 0,03 – 50g pro E-Mail. Viele Mails schreiben Sie aber vielleicht gar nicht selbst, sondern erhalten sie – oft unaufgefordert – durch Newsletter aus verschiedensten Quellen. Vielleicht nehmen Sie die Fastenwoche als Anlass aufzuräumen: Unnötige Werbung oder Newsletter entfernen („unsubscribe“) und das Postfach leeren.  

Tipps: Dateien vor dem Versenden komprimieren und Benachrichtigungen (z.B. Facebook, XING, LinkedIn, …) ausschalten. 

Cloudspeicher verkleinern

Wie eingangs bereits beschrieben, benötigt die Datenverwaltung in Rechenzentren viel Energie. Nehmen Sie die Fastenwoche gerne als Anlass nicht mehr benötigte Daten zu löschen oder Fotos und Videos statt in einer Cloud auf Speichermedien wie externen Festplatten speichern.

Digital Detox

Oder kurz gesagt – bewusstes Offline gehen. Im Schnitt ist das Smartphone vier Stunden am Tag im Einsatz. Ständige Erreichbarkeit und hoher Medienkonsum können Stress, Konzentrationsschwierigkeiten und mehr sozialen Druck verursachen. Zudem ist der Griff zum Smartphone um Mails, WhatsApp-Nachrichten oder Social Media zu checken völlig zur Gewohnheit geworden.

Tipp: Hinterfragen Sie sich selbst in Ihren Handy-Gewohnheiten. Möglicherweise setzen Sie sich feste Nutzungszeiten? Vielleicht möchten Sie sogar für eine Woche lang Pause von sämtlichen Social Media Plattformen einlegen?

In gut einer Woche steht Ostern vor der Tür – die Fastenzeit neigt sich somit dem Ende zu. Jetzt heißt es Endspurt für die letzten Tage. Selbst wenn die Motivation und das Durchhaltevermögen nicht immer konsequent geklappt haben, können Sie stolz auf sich sein!

Teilen Sie gerne über kontakt@regioenergie-netzwerk.de Ihre Erfahrungen mit mir. Danke, dass Sie sich auf diese Fastenserie eingelassen haben und schöne Osterfeiertage! 

Bildquelle: fauxels via pexel.com