Rückblick Rundfahrt E-Mobilität

Rückblick Rundfahrt E-Mobilität

Am 19. und 20. September 2020 war die RegioENERGIE Rundfahrt E-Mobilität in allen Netzwerk-Kommunen mit öffentlicher Ladesäule unterwegs. Während einer Stunde hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Experten Fragen zum Thema Elektromobilität zu stellen. Hubert Scharf und Nicolas Risse von der eneRegio, sowie Géza Solar von der RegioENERGIE hatten dabei Unterstützung der zahlreichen ehrenamtlichen Elektro-Begeisterten. Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten für die Organisation der Rundfahrt!

Neben Theorie gab es auch Praktisches: So konnten folgende Elektrofahrzeuge hautnah erlebt werden: Volkswagen E-Golf & e-Up, Renault Zoe, Hyundai Ionic, Nissan Leaf & RNV200, Kia Niro, Seat Mii und e-Smart. Sogar ein E-Motorrad war mit von der Partie.

Dass die Elektromobilität alltagstauglich ist, darüber waren sich alle Experten einig. „Unser Privatfahrzeug deckt die alltäglichen Strecken problemlos ab“, berichtet der Klimaschutzmanager Géza Solar. „Wir nutzen die Standzeiten tagsüber und nachts als Ladezeit zu Hause. So haben wir jeden Tag die volle Reichweite zur Verfügung.“

Viele interessierten sich für die Reichweite der Fahrzeuge, und wollten wissen, wie groß der Aufwand bei längeren Strecken in der Planung ist. „Es ist natürlich zunächst eine Umstellung, nicht die gesamte Langstrecke mit einer Tankfüllung fahren zu können“, erläutert Herr Scharf von der eneRegio. „Man gewöhnt sich aber schnell daran. Bei der Routenplanung erhält man Unterstützung durch das Fahrzeug-Navi und Ladestationen findet man bequem per App.“ Darüber hinaus vergleicht Scharf das elektrische Fahrerlebnis mit dem vorrausschauenden Fahren eines Verbrenners: „Keine abrupten Beschleunigungs- oder Bremsvorgänge, sowie frühzeitiges Ausrollen-Lassen resultieren in einem niedrigen Stromverbrauch des Fahrzeugs. Zusätzlich lädt sich die Batterie durch Rekupperation bei Bremsvorgängen wieder auf. Damit kann man die maximale Reichweite ausnutzen.“

Obwohl die E-Fahrzeuge im Vergleich mit Verbrennern einen höheren Kaufpreis aufweisen, sind sie über die Lebenszeit günstiger, weiß Nicolas Risse. „Elektrofahrzeuge sind derzeit steuerbefreit und bleiben günstiger bei der jährlichen Wartung. Eine Tankfüllung Strom kostet etwa zehn Euro. Damit kommt man mehrere hundert Kilometer weit. Günstiger geht nur noch, indem das E-Auto an einer privaten PV-Anlage geladen wird.“

E-Fahrzeuge werden als umweltfreundlich und klimaschonend bezeichnet. „Natürlich werden bei der Herstellung des Fahrzeugs, insbesondere der Batterie, wertvolle Ressourcen verbraucht“, stellt Solar klar. „Bedenkt man aber, dass bei der Fahrt keine Emissionen entstehen, und tankt man ausschließlich Ökostrom, so schneiden E-Fahrzeuge deutlich besser ab als vergleichbare Verbrenner.“

„Natürlich haben wir wenig für den Klimaschutz gewonnen, wenn wir jeden Verbrenner auf der Straße durch ein Elektrofahrzeug ersetzen“, gibt Herr Solar mit auf den Weg. „Eine grundlegende Änderung unseres Mobilitätsverhaltens ist nötig, um gemeinsam die Klimakrise zu bewältigen: Weniger Fahrzeuge, mehr Carsharing & ÖPNV, sowie Kurzstrecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Die Elektromobilität ist dabei ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende.“

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