Klimaschutz auf dem Prüfstand: RegioENERGIE-Kommunen lassen sich zertifizieren

Klimaschutz auf dem Prüfstand: RegioENERGIE-Kommunen lassen sich zertifizieren

Die RegioENERGIE-Kommunen Bietigheim, Elchesheim-Illingen, Malsch, Ötigheim und Steinmauern planen, am European Energy Award teilzunehmen. In den kommenden vier Jahren werden deren Klimaschutzmaßnahmen nach diesem europaweit einheitlichen Standard für Energieeffizienz von unabhängigen Experten bewertet. Dieser Prozess wird durch das Land Baden-Württemberg mit 10.000 Euro gefördert.

Es tut sich was in unserer Region: Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind bereits mit dem eea ausgezeichnet, zu den vier bereits zertifizierten Gemeinden kommen noch Zwei dazu, die am eea-Prozess beteiligt sind. Im Landkreis Rastatt, sowie im Stadtkreis Baden-Baden sind weder einzelne Kommunen, noch die Kreise selbst, mit dem eea-Award ausgezeichnet.

„Mit der Zertifizierung stellen wir die Weichen für die Zukunft unserer Kommune in Sachen Klimaschutz“, stellt Bürgermeister Constantin Braun fest. „In den nächsten vier Jahren begeben wir uns in eine Art internes Controlling“, führt Herr Braun weiter aus. „So ist sichergestellt, dass wir die Reduktionsziele erreichen und unsere Maßnahmen nachweisbar wirksam sind.“

Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept, und vielen bereits umgesetzten Maßnahmen, haben die RegioENERGIE Kommunen einen guten Standpunkt. „Die Maßnahmen für Bietigheim sind bereits auf den eea abgestimmt. Wir müssen das Rad daher nicht neu erfinden“, führt Géza Solar aus. Als Klimaschutzmanager des Projekts RegioENERGIE treibt er die Umsetzung der Maßnahmen in Verbund voran.

Der European Energy Award (eea) ist ein Managementprozess für kommunale energie- und klimapolitische Aktivitäten in verschiedenen Maßnahmenbereichen und als Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Kommunen europaweit anerkannt. Mehr als 1.400 Kommunen nehmen in der EU teil, davon allein 127 Kommunen in Baden-Württemberg.

Zu Beginn des eea-Prozesses wird in einer Ist-Analyse der Bestand an Energie- und Klimaschutzaktivitäten erarbeitet. Darauf aufbauend priorisiert das Arbeitsprogramm konkrete Maßnahmen, die zur Zertifizierung führen sollen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen resultiert dann am Ende des vierjährigen Prozesses in der Zertifizierung durch ein externes Audit.

Dass sich diese Kommunen für den eea entscheiden werden, erfreut Herrn Solar sehr, denn „diese Aufgabe ist ein großer Baustein in der Verstetigung unserer Klimaschutzmaßnahmen. Auch nach dem Auslaufen des Erstvorhabens ist so sichergestellt, dass Klimaschutz in den Kommunen zukünftig keine untergeordnete Rolle spielen wird.“

Die Entscheidung über die Teilnahme am eea werden in Bietigheim am 10., in Elchesheim-Illingen am 16., und in Steinmauern und Ötigheim am 17. November in den Gemeinderatssitzungen gefällt.

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