Elektromobilitätskonzept

Hintergrund und Zielsetzung des interkommunalen Elektromobilitätskonzepts

Zur Bekämpfung des Klimawandels hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, Deutschland bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu gestalten.

Angesichts der derzeit laufenden Diskussion hinsichtlich der Feinstaubbelastung in vielen Städten und der anhaltend hohen Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors, kommt alternativen Mobilitätskonzepten und neuen Antriebsformen eine zunehmend besondere Bedeutung zu.

Elektrofahrzeuge sind lokal emissionsfrei und tragen je nach Herkunft des Fahrzeugstroms zur  Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich bei. Auch wenn derzeit in Deutschland die Zulassungszahlen noch recht gering sind, kann davon ausgegangen werden, dass bei Erreichen der Kostenparität eines Elektrofahrzeugs mit einem vergleichbaren Verbrenner, die Zulassungszahlen steigen werden. Blickt man auf Norwegen ist dies heute schon Realität. Der Anteil an Elektro- und Hybridautos bei den Neuzulassungen hat die 50 %-Marke überschritten. Dies verdankt Norwegen unter anderem steuerlichen Anreizen und einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur.

In Deutschland hat der Leitgedanke Elektromobilität sowohl in der Politik, in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft an Aufmerksamkeit gewonnen. Die steigende Bedeutung des Themas zeigt sich auch darin, dass verschiedene Bundesministerien die Erstellung von Konzepten und konkrete Umsetzungsmaßnahmen durch entsprechende Förderungen aktiv unterstützen.

Unser Strom wird in den kommenden Jahren immer sauberer, Batterien immer günstiger und die Ladeinfrastruktur sowie die angebotenen Elektrofahrzeugmodelle immer zahlreicher. RegioENERGIE ist sich sicher, die Zukunft ist elektrisch.

Gemeinsam soll daher das Thema „Elektromobilität“ im Verbund angegangen werden. Die direkt aneinandergrenzenden Gemarkungen der Kommunen schaffen die ideale Voraussetzung für eine übergreifendes, vernetztes Elektromobilitätskonzept, welches die  Möglichkeit bietet, Elektromobilität in den Kommunen zu verbreiten sowie Know-how in den Verwaltungen aufzubauen. Über die Konzeption von alternativen Mobilitätslösungen soll durch die Senkung der gesundheits- und umweltschädlichen Verkehrsemissionen einerseits die CO2-Bilanz verbessert, andererseits die Attraktivität der Kommunen für Touristen sowie Bürgerinnen und Bürger sowohl als Urlaubs- als auch als Wohn- und Arbeitsort gesteigert werden.

Dazu sollen auf Basis der Konzepterstellung konkrete Maßnahmen definiert und beschrieben werden, welche zukünftig zu einer Verringerung des Verkehrs und zu einer verstärkten Verbreitung von (Elektro-) Mobilitätslösungen führen.

Schwerpunktmäßig soll der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektromobilität vorangetrieben sowie die lokalen Akteure dazu motiviert werden, im Bereich Elektromobilität aktiv zu werden. Die Gemeinden sind bestrebt, einen Teil des kommunalen Fuhrparks nach und nach auf Elektroautos umzurüsten und damit ihre Vorbildfunktion zur Anwendung zu bringen.

Der Nutzen eines Elektromobilitätskonzeptes liegt dabei

  • im aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz,
  • in der Entwicklung eines konkreten Handlungs- und Aktionsplans,
  • der Steigerung der Lebens- und Umweltqualität,
  • dem Image-Gewinn und der frühzeitige Erfahrungen mit Elektromobilität sowie
  • der Vorreiterrolle und Vorbildfunktion der Kommune.

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